LESEPRÖBCHEN
Irren ist menschlich, sagt der heilige Hieronymus in einem seiner
Briefe, welchen Ausspruch ich, Vigoleis, noch um einen Grad erhöhen
möchte:
es kann auch göttlich sein, betrachte ich unvoreingenommen, was der Schöpfer
aus mir hat werden lassen.
Aus: Die Insel des zweiten Gesichts
Geld ist eine notwendige Tugend die wir, wenn ich's aus eigener Einsicht
in die Dinge ergänzen darf, um so fleißiger und frommer üben sollten,
je ärger das Übel wird, das uns aus ihrer Versäumnis erwächst.
Aus: Der schwarze Herr Bahßetup
Zurückhaltung ist ein auffallender und nicht wenig peinlicher
Wesenszug des Vigoleis, peinlich für ihn selbst, wie sich versteht.
Der menschenscheue Mensch ist durch Instinkt und Erfahrung zusehr von
der Erkenntnis durchdrungen,
daß der Mensch dem Menschen ein Mensch ist, als daß er sich
seiner Art gegenüber noch frei bewegen könnte.
Aus: Die Insel des zweiten Gesichts
Im Keime war da natürlich schon der Gallinarier vorgebildet, der heute
den Hühnern vorschreibt, wie hoch sie fliegen dürfen: Jedem Volk ohne
Raum sein Huhn ohne Raum!
Aus: Die Insel des zweiten Gesichts
Aber die Nazis waren schließlich keine Menschen. Sie hatten sich über
die Menschen gestellt und waren so zu Getier geworden dessen es sich
zu erwehren galt.
Aus: Die Insel des zweiten Gesichts
Der spanische Maler Pedro Sureda, mein Freund, hat von mir ein Porträt
gemalt, in dem ich mich auch nicht wiedererkenne [...] Sichselbst gegenüber
aber ist jeder Mensch ein Analphabet".
Aus: Der schwarze Herr Bahßetup
Jede Kirche, die Weltanspruch erhebt, muß über Leichen gehen, will
sie sich nicht selber ins Grab schaufeln. Das ist eine bittere, aber
gesunde Wahrheit. Nur wen es trifft, der muß weinen. Wir weinten damals
auch.
Aus: Die Insel des zweiten Gesichts
Seit es Legenden gibt und seit es Geschichte gibt, hat immer noch
die Legende die Geschichte korrigiert.
Aus: Der schwarze Herr Bahßetup
Über Luthers Friede im Sinne eines halben Himmelreichs kann hier hinweggegangen
werden, für Halbheiten brauche ich so große Patrone nicht zu bemühen,
die bringe ich selber noch auf.
Aus: Der schwarze Herr Bahßetup
Denkmalpflege erfordert das Bewußtsein, nichts besseres an die Stelle
des Untergehenden schaffen zu können.
Aus: Die Insel des zweiten Gesichts
Wie beneide ich uneheliche Kinder, die einen König oder Kardinal zum
Vater haben können, während die standesamtlich gezeugten immer an ihren
Meier oder Schulze gefesselt bleiben.
Aus: Die Insel des zweiten Gesichts
Aber zurück zu der Frage, juris utriusque, die
diesen Abstecher bis hart an das Beilager mit der Fremden nötig machte:
hat
Vigoleis die
Ehe im Geiste gebrochen? [....] Ich wurde zum Syphilophoben, sah mich
schon angefressen und aufgefressen. Wie gerne ich immer jenseits des
stygischen Wassers gewesen wäre, so nicht! Der Teufel war an die Wand
gemalt, ich
wurde vorsichtig oder feige, wie man will. Dem Blödsinn verviele ich
lieber durch eine poetische Jungfernzeugung. Nimmt es da wunder, daß
Beatricens
Stichwort mich elektrisierte? Ich flog in die Küche und begann meine
Hände zu schrubben wie ein Chirurg vor dem Eingriff. Den Albornoz zerrte
ich
mit den Füßen bis vor die Tür des gefährlichen Keimträgers. Mag sie
ihn aufheben und wieder über ihren verlockenden Aussatz ziehen, ich rühr
noch
das eine noch das andere je wieder an! Es gibt Fensterscheiben, durch
die man von draußen nicht ins Zimmer hineinsehen kann; die da drinnen
aber
sehen alles, was draußen vor sich geht. Das war Pilar, ein Vexierglas,
eine gleisnerische Giftblüte, Schierling, ein Seuchenherd und Teufelsmoor,
ein höher entwickeltes Pflänzchen aus der Klasse der fleischfressenden
Droseraceen,
im Volksmund die Fliegenklappe genannt, - und Vigoleis war das Insekt,
dessen Säfte ausgesogen werden sollten! Hat einer Worte! Peinlich wird
es allerdings mit den Mahlzeiten, denn kann man noch aus ihren Schüsseln
essen und mit ihrem Besteck? Es heimlich an der Tischdecke abzuwischen
wie in Bahnhofswirtschaften, hat das wohl Sinn? Man müßte einen Sterilisierapparat
wie einen Brotröster auf den Tisch stellen, neben den Mundtüchern auch
Gummihandschuhe auflegen, - und dann? Dann gäbe es offenen Krach. Ansteckende
Menschen sind sehr empfindlich, sobald sie merken, daß man merkt, was
sie niemanden merken lassen wollen. Die Ranze Pilar hatte es schnell
heraus, daß der bettflüchtige Vigoleis sich immerzu die Hände
wusch, wenn sie um die Wege gewesen war. Soso, der feige Knabe wäscht
seine Hände in seiner vermaledeiten Unschuld, die sie ihm nicht habe
rauben können! Warte nur, ich bin schon mit ganz anderen fertig geworden,
dich
werde ich so ganz nebenbei erledigen.
Aus: Die Insel des zweiten Gesichts
Auch in der tätlichen Liebe bestimmen die Anlauffarben den Härtegrad
des Gefühls.
Aus: Die Insel des zweiten Gesichts
Es ging auch eine Zeitlang ohne schiefzugehen, und dann ging
es schief.
Aus: Die Insel des zweiten Gesichts
Und auf der Insel geschah
der Massenmord im Namen der unbefleckt empfangenen Jungfrau Maria und
des heiligen Herzens Jesu. So hielten es auch die Bannerträger: sie nahmen
gefangen und töteten, Tausende, Abertausende, die Summe hat man nie errechnen
können. Auf der anderen Seite, der sogenannten roten, tötete man im Namen
der Freiheit, der Gleichheit und der Brüderlichkeit, - und alle rasten
sie im Namen des Vaterlandes. Darauf kommt es ja an, daß wir im Namen
des Namenlosen tun, was wir tun, und dann ist es recht getan.
Aus: Die Insel des zweiten Gesichts
Der Konsul gab mir den Brief, seine Hand zitterte. Ich steckte ihn
ruhig in meine Tasche zu den bischöflichen Akten. Dann fuhr ich fort:
"Mit diesem Brief des deutschen Konsuls habe ich Ihr
Leben
in
der Hand. Ein Wink, und Sie werden erschossen, standrechtlich, Sie wissen es
besser als ich; man kennt keinen Spaß, wenn Sie auch die Greuel bestreiten, die
hier geschehen. Aber haben Sie keine Angst, ich verrate Sie nicht. Die Genugtuung,
daß Sie, Parteigenosse und Konsul Ihres Führers, dem fiesen Kerl da unter dem
Mordbanner nicht über das Banner trauen, ist mir mehr wert als Hab und Gut, das
wir zurücklassen müssen. Sie haben mehr Vertrauen zu einem Feinde Ihrer Bewegung,
den Sie als Mensch kennengelernt haben. Das ist hoffnungsvoll für uns Verfolgte.
Ich danke ihnen"
Aus: Die Insel des zweiten Gesichts
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Warum ich Vigoleis Thelen empfehle
von Winfried Kamps
Ich glaube es ist eine irgendwie rheinländische Verwandtschaft, die mich an Vigoleis so verknöchert.
Albert Vigoleis Thelen, 1903-1989, hat neben vielen anderen Wörtern
das Wort Heringsgrat erfunden. In seinem zweiten Roman
Der schwarze Herr Bahßetup bezeichnet
er damit Amsterdam. Er hält mit diesem Buch den
Heringsgratern einen Spiegel vor, aber nicht nur denen, sondern auch
sich
und uns. Holländer, die Amsterdamer vorneweg, rühmen sich bekanntlich
gern ihrer Toleranz, sie galt dort geradezu einmal als Volkstugend. (In
den letzten Jahren allerdings immer weniger, aber das Buch erschien bereits
1956.)
Thelen lässt, in Anlehnung an eine Begebenheit aus seinem eigenen
Leben, einen Neger in Heringsgrat auftreten, der sich als hochkarätiger
Rechtsgelehrter aus Brasilien ausgibt, der zu Verhandlungen um internationales
Recht - geht es um
Fischereigesetze? - nach Holland gekommen ist. Vigoleis, Thelens alter
ego, ist ein paar Tage dessen Fremdenführer durch Heringsgrat,
denn er ist des Portugiesischen und des Holländischen mächtig
und kann so vermitteln. Der schwarze Herr hat jedoch seine Papiere
nicht dabei
und niemand nimmt ihn für voll, auch der Fremdenführer zweifelt.
Das Buch endet im Gerichtshof in Den Haag, heute ein rechtlich-moralischer
Brennpunkt, wo sich herausstellt, ob der schwarze Herr wirklich
ist, wer und was er vorgibt zu sein. Sie gehen ein paar Tage spazieren
bis sich die Sache klärt, das ist die ganze Handlung. Das Buch jedoch
ist fast 600 Seiten dick - was füllt eigentlich die vielen Seiten?
Das gleiche fragt man sich bei der Lektüre seines ersten Buches, Die
Insel des zweiten Gesichts, erschienen
1953, ein Wälzer von noch beträchtlicherem Umfang. Er
enthält
die angewandten Erinnerungen des Vigoleis.
Es sind hauptsächlich Erinnerungen an die Zeit des aufblühenden
Nationalsozialismus, in der er Deutschland und Familie resolut den
Rücken
kehrt und sich mit seiner schweizer Lebensgefährtin Beatrice
auf Mallorca durchschlägt. Als "Deutscher ohne Vaterland"
nähert er sich der spanischen Bevölkerung und distanziert sich
von völkisch orientierten Bewohnern und Touristen, immer hart am
Rande des Hungers, schreibend um sein Leben. Sie entkommen am Ende
nur
mit knapper Not den Franco-Schergen, als diese 1936 ihr Jüngstes
Gericht auf der Insel abhalten.
Die Insel gewährt einen doppelten Blick
aufs Nazitum. Einmal den inneren eines Deutschen der
kraft seiner
Herkunft
dazugehört und
gleichzeitig den äußeren eines Aussteigers, der nicht mitmacht,
der sich weigert, der lieber eine neue Heimat suchen geht und hilflos
aber nicht gedankenlos die Eskalation des Unheils miterleben muss. So
ausufernd
er sich als Schreiber gebärdet,
so wenig verliert er jemals seine höhnend antifaschistische Grundhaltung
in einer Zeit, in der es, nicht nur im deutschen Sprachraum, vor allem
an Sehenden und
Unverführbaren
mangelte. Das Buch ist für Deutsche besonders wertvoll. Das
klingt ernst, doch die Lektüre gestaltet sich trotz allem überwiegend
erhebend, das kommt durch die Art des Vortrags. Wir werden Zeugen
einer ganz besonderen
Integration ins mallorquinische Leben. Das Ende ist wirklich erschütternd.
Die Insel liegt
inzwischen auch in französicher
und spanischer Übersetzung
vor, wobei ich mich frage, wie so etwas übersetzbar ist. Aber gut,
man hat ja selbst Finnegans Wake übersetzt.
Thelen ist ein ausufernder Schreiber."Aus dem Hundertsten
kommt er ins Tausendste und manchmal sogar in die Million",
und genau in dieser Uferlosigkeit liegt seine Eigenheit und Klasse.
Er malt aus seinem äußerst fruchtbaren Gedächtnis
ein höchst persönliches Lebensbild, das sich zu einem Sittenbild
jener Zeit auswächst. Dabei gibt er sich
ganz seiner
kauzigen Lust zum Formulieren hin.
Oft erfindet er dabei ganz neue Wörter oder
gräbt uralte aus: Geziefer, Leichlege, Befahrnis,
Hühnerwiemen,
Gneist, Zauberzinke, Traumalp, Schöcke, Pfriemhorn,
Seelenkärgling,
Saltimbänkler....
Er ist ein
Sprachschöpfer, ein Anderssager.
Er schreibt in Umschreibungen und erzählt so langsam
und umständlich
wie möglich,
und scheut zu diesem Zweck selbst die Wiederholung nicht. Es kann
einem streckenweise zuviel werden. Dieses Anreichern
der Erinnerungen mit Nach- und Beigedanken aus der Retrospektive
ist als die Anwendung der Erinnerungen zu verstehen,
jedenfalls verstehe ich so den Untertitel der Insel. So
kommen die vielen
Seiten zustande. Ein unglaublich dichtes, lebendiges Gewebe. Unnachahmlich!
Viele seiner Sätze
muss man mehrmals
lesen, um sie ganz zu erfassen, das macht seine Bücher noch
dicker. Es ist indessen kein sinnleeres Gefasel,
sondern
es
sind
die hintergründigen Gedanken eines bescheidenen aber
keineswegs
ungebildeten Einzelgängers, vorgetragen mit viel Ironie,
die sich bis zum Galgensarkasmus steigert. Hier und da überträgt
er Konstruktionen aus dem Holländischen (und vermutlich
auch aus dem Spanischen und Portugiesischen, das kann ich jedoch
nicht beurteilen) aufs Deutsche,
was zu überraschenden Stilblüten führt: Mit seinem
Mund voll Zähne dastehen (sprachlos sein), noch
... noch ... (statt
weder ... noch ...), Spinster (alte Jungfer),
Ofen stochen (stoken = einheizen), sich niederhürken
(hurken = hocken), Schapp (schap = Regalfach),
blanksüchtig (blank = weiß), usw.
Sein Holländisch
hat er nach eigener Aussage aus dem Akveld gelernt, einem
Wörterbuch,
das ich mal im Antiquariat gekauft
habe als auch ich diese Sprache lernte, und das man heute ruhigen
Gewissens als Kuriosum bezeichnen kann. Es ist eine Fundgrube für
vigoleisische Wortklaubereien.
Thelen hat die deutsche
Sprache erweitert.
Er hat mindestens diese 2 Bücher veröffentlicht und einige
bibliophile Gedichtbändchen, zu denen ich weniger vollmundig stehen
kann. Das liegt aber an mir. Mir ist die angewandte Wirklichkeit des
Vigoleis zugänglicher
als Thelens Poesie. Für Poesie bin ich blind.
Den größten
Teil seiner Energie hat er in Übersetzungen gesteckt. Als Bücherwurm
und Stubenhocker fühlte er sich zum "Langstreckenübersetzer" berufen.
Vor allem wollte er sein portugiesisches Idol Teixeira
de Pascoaes in
der deutschen Sprache bekannt
machen, auf dessen Landsitz er zusammen mit Beatrice den Krieg überlebt hat.
Dafür hat er sich bei zig Verlegern vergeblich bemüht und
mit manchen seiner Übersetzungen ist es ihm zeitlebens nicht gelungen.
Mit den holländischen Versionen, die
er in Zusammenarbeit mit holländischen
Muttersprachlern von seinen deutschen Übersetzungen
abgeleitet hat, ging es etwas besser aber dadurch ist Pascoaes ebensowenig
ein Pulikumserfolg in den nördlichen Breiten geworden wie Thelen
selbst. Sie lesen sich auch nicht gerade flüssig.
Sie sind einerseits zu wörtlich übersetzt, was geschieht,
wenn man die Vorlage als heilige Schrift behandelt (siehe dazu
W. Benjamin, Die
Aufgabe des Übersetzers), andererseits zu vigoleisisch, dann läßt er seine Skurrilitäten einfließen. Für
Thelen war er eine Offenbarung, nobelpreiswürdig. Thelens Beeinflussung durch Pascoaes nachzuforschen,
wäre
sicher ein interessanteres Dissertationsthema, als etwa zu ermitteln,
zu wieviel Prozent
die Insel der Literaturkategorie des Schelmenromans angehört.
Posthum sind seine Briefe an Pascoaes herausgegeben,
wodurch
es möglich
ist, einen sehr intimen Einblick ins Verhältnis der beiden zu bekommen,
und in die viele vergebliche Liebesmühe, die Thelen für seinen "Meister"
unternahm, neben dem er sich als "Fliege" sah. Immerhin, man
kann heute diese
Übersetzungen in Bibliotheken aufstöbern. Thelen hat es geschafft.
Ebenfalls posthum (wieder)herausgegeben, und ebenfalls sehr erhellend
fürs Verständnis von Thelen, sind seine Rezensionen deutschsprachiger
Exilschreiber, die er in den Jahren 1934 bis 1940 unter dem Pseudonym Leopold
Fabrizius für die holländische Tageszeitung Het
Vaderland geschrieben
hat. Diese Rezensionen sind zurückübersetzt
ins Deutsche und lesen sich etwas weniger literarisch als Rezensionen
es gegenwärtig
tun, die gerne ihren Gegenstand stilistisch übertreffen aber sie
geben ein deutliches Bild von seinen künstlerischen Ansichten und
der Unbeirrbarkeit seines politischen Denkens. Hier fabuliert er nicht,
sondern versucht sachlich und leichtverständlich zu sein. Viele
seiner Aussagen hat Menno ter Braak, der Herausgeber
der Zeitung und Übersetzer
der thelenschen Beiträge, streichen oder abschwächen
müssen, um den deutschen Bedroher, später Besetzer, noch
nicht zum Zubeißen zu reizen.
Das meiste von Thelens Arbeit hat niemals das Licht der Öffentlichkeit
erblickt. Es gibt eine Lesung von Thelen auf cd aus einem später vernichteten
Manuscript. Er schildert seine Flucht nach Portugal. Hierbei kann man einen sehr lebendigen Eindruck von seinem Erzählertalent
bekommen und seine Lebenshaltung mit eigenen Ohren zur Kenntnis nehmen.
Gesprochen schlägt jeder Literatur ihre Stunde der Wahrheit. Thelens
Sprache besteht glänzend diese Kür. So muss man also seine Texte
lesen. Nicht den Spinnfaden verlieren im Dickicht der Abschweifungen.
Verglichen mit dieser Musik klingt mancher deutsche Lärm seicht.
Ich mag seine schriftstellerische Originalität, seine Bildung und
seinen Humor. Mich rührt die Beziehung zu seiner Beatrice. Sie ist seine
Geliebte, seine Indianerin - sie hat südamerikanische roots - , Lebensgefährtin
und nüchterne
Stimme der Vernunft. Beider antifaschistische Lebensführung
imponiert mir. Thelen hat sich mir mit der Insel ins Gemüt geschrieben.
Ich las sie 1992, eine Freundin aus Amsterdam hatte sie mir vermacht.
Seither
spüre
ich ihm und seinem Vigoleis ein wenig nach. Lange Zeit dachte ich, ich
sei der einzige. Persönlich kenne ich immer noch keinen lebenden
Menschen, der ihn auch glesen hat. (*
update)
Thelen interessiert mich besonders als deutscher Autor, der in
Holland
Freunde und Mitstreiter gefunden hat. Davon gibt es nicht viele. In seiner
Verehrung für Pascoaes kann ich ihm nicht ganz folgen, dazu
bin ich zu wenig Theologe.
Weiterführende Informationen entnehme man
bitte der Website, die ihm gewidmet ist: vigoleis.de.
Winfried Kamps, Antwerpen im Frühjahr 2003
email: dewin@winfried.be
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